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Historie

Am 25. Juni 1970 fasste der Kreistag des damaligen Kreises Dinslaken den Grundsatzbeschluss zur Errichtung einer damals sogenannten „Sonderschule für Geistigbehinderte“. Eine wichtige Vorarbeit leisteten in dem Fall der damalige Kreisdirektor Wolfgang F. Bohnhage sowie die Kreistagsabgeordneten Fine Isselhorst und Franz Brodowski. Am 18. Februar 1971 erfolgte der Beschluss des Kreistages, wodurch am 01. August 1971 die Ganztagsschule in dem Gebäude der damaligen Grundschule Bucholtwelmen eröffnete. Damit wurden erstmals im Kreisgebiet Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in einer öffentlichen Schule unterrichtet und betreut. Bereits das Schulpflichtgesetzt von 1966 regelte die Schulpflicht für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung, jedoch wurden sie bis 1971 mangels einer öffentlichen Schule im Kreis zunächst vom Verein der Lebenshilfe e.V. im Franz-Hitze-Haus in Walsum betreut. Im Jahre 1971 konnten aus räumlichen und personellen Gründen die damals etwa 100 Schülerinnen und Schüler nicht aufgenommen werden, sodass man beschloss, zunächst 36 von ihnen, die zur Unter-, Mittel- und Oberstufe zählten, aufzunehmen. 10 Schülerinnen und Schüler wurden auf die umliegenden Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen verteilt und 26 vom Franz-Hitze-Haus übernommen. Da es zu dem Zeitpunkt noch sehr wenige ausgebildete Lehrkräfte für diese Schulform gab, starteten mit Beginn des Schuljahres 1971/72 zunächst ein damals sogenannter „Sonderschullehrer“, eine Jugendleiterin mit heilpädagogischer Zusatzqualifikation, zwei Kindergärtnerinnen sowie zwei Kinderpflegerinnen. Die Schülerinnen und Schüler kamen aus allen Teilen des Kreisgebietes. Der Name „Waldschule“ wurde ins Leben gerufen. Im Jahre 1995 konnte das Schulgebäude erstmals räumlich erweitert werden. Es folgten weitere Baumaßnahmen im Schuljahr 2006/2007.

Im Schuljahr 2023/ 2024 besuchen176 Schülerinnen und Schüler in 15 Klassen die Waldschule Hünxe. Das Einzugsgebiet umfasst dabei Dinslaken, Voerde, Hünxe sowie Teile von Schermbeck. Das Hauptgebäude wurde im Jahr 2021 aufgrund der zunehmenden Schülerzahlen übergangsweise um mehrere "Container" erweitert, in welchen neben zwei Klassenräumen der Kunstraum sowie ein Differenzierungsraum Platz finden.